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23.07.2010
Ist Ahorn schuld an der Atypischen Weidemyopathie?
Die Anzeichen dafür, dass Ahorn die gefährliche, für Pferde zu 90 Prozent tödliche Krankheit Atypische Weidemyopathie auslöst, häufen sich.
Biologen untersuchten mehrere Weiden, auf denen Pferde an Atypischer Weidemyopathie gestorben waren – und fanden auf allen von ihnen Ahornkeimlinge. Bereits bekannt ist, dass die Keimblätter des Berg- und Spitzahorns sowie wie die fremder Arten giftige Aminosäuren enthalten. Eine davon ist Hypoglycin, welches auch beim Menschen schwere Vergiftungen auslösen kann. In den USA kennt man außerdem Vergiftungen mit welkem Rothahornlaub, die teilweise ähnliche Symptome wie die Atypische Weidemyopathie hervorrufen. Auch wenn der Zusammenhang zwischen Ahorn und Atypischer Weidemyopathie wissenschaftlich noch nicht nachgewiesen ist: Wir empfehlen allen Pferdehaltern, ihre Tiere nicht zu knapp im Futter zu halten, Ahornlaub sorgfältig von der Weide zu beseitigen und die betroffenen Stellen zur Not auszuzäunen. Mehr dazu in der aktuellen August-Ausgabe von Pegasus – freizeit im sattel auf Seite 73.
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