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28.05.2010

Hamburgs neue Reiterstaffel im Trainingslager

Im Herbst sollen die ersten beritten Polizisten auf den Straßen der Hansestadt auf Streife gehen. Zur Vorbereitung trainiert die neue Reiterstaffel zurzeit in Hannover.

Polizeipferde
Polizeipferde im Einsatz.

Bild: Pixelio

Im August letzten Jahres hatte der Hamburger Innensenator Christoph Ahlhaus (CDU) entschieden, dass die Hansestadt wieder eine berittene Polizei bekommen soll. Mittlerweile wurden aus über 100 Bewerbern Acht ausgewählt, die mit ebenso vielen Pferden für drei Monate bei ihren hannoverschen Kollegen im Training sind. Die Polizei Hannover verfügt mit 31 Pferden und 39 berittenen Reitern über viel Erfahrung in der Polizeipferde-Ausbildung und hatte den Hamburgern ihre Unterstützung angeboten. 
  
Geübt wird auf dem Gelände einer ehemaligen Kavalleriekaserne am Hannoveraner Welfenplatz. Hier werden die angehenden Polizeipferde an alle möglichen optischen und akustischen Reize, wie beispielsweise Fahnen und Böller, gewöhnt, so dass sie in Stresssituationen ruhig bleiben. 
 
Nach dem Trainingslager in Niedersachsen beziehen die Pferde in einem Stall in  Hamburg-Osdorf ihre neuen Boxen. Hier wird dann bis zur Abschussprüfung weiter geübt. Reiter und Pferde müssen bei dieser Prüfung zeigen, dass sie sowohl ein Spring-  als auch eine Dressurprüfung der Klasse A beherrschen. Außerdem muss ein polizeilicher Gewöhnungsparcours mit nachgestellten Einsatzsituationen, darunter beispielsweise lärmenden Demonstranten, erfolgreich absolvieren werden.  
 
Zum Einsatz kommen sollen die berittenen Ordnungshüter dann ab Herbst sowohl im normalen Streifendienst, als auch bei Demonstrationen und Fußballspielen. Die Pferde, der Stall, zwei Transporter und weiteres Zubehör kosten insgesamt 400.000 Euro. Der Unterhalt der Pferde beläuft sich auf 200.000 Euro jährlich. 
 
- md -

 



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