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01.02.2010
Tierärztin muss fast verhungertes Pferd erlösen
Drama um zwei halbverhungerte Pferde: Im schleswig-holsteinischen Todendorf entdeckten Tierschützer zwei Haflinger, die tagelang ohne Futter und Wasser in eisiger Kälte auf einer Weide standen. Für ein Tier kam jede Hilfe zu spät.
Verwahrlost, abgemagert und zitternd vor Kälte – so fanden Nicol Hufnagel und weitere Tierschützer die beiden Haflinger am vergangen Freitag auf der Koppel vor. Das eine Pferd hatte eine klaffende, eitrige Wunde am Bauch, das andere konnte kaum gehen, da seine Hufe entzündet waren. Polizei, Ordnungsamt und eine Tierärztin halfen, die Tiere in einen Stall zu bringen, wo sie von Nicol Hufnagel und den anderen Helfern versorgt wurden. Für einen der Haflinger kam die Hilfe aber leider zu spät. Er war zu schwach, um sich auf den Beinen zu halten, und musste deshalb am nächsten Tag von der Tierärztin eingeschläfert werden. Das Ordnungsamt stellte inzwischen gegen den Besitzer der Tiere, einen 49-jährigen Mann aus Ratzeburg, Strafanzeige wegen Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz und erwägt auch, ein Tierhaltungsverbot zu verhängen. Für das gerettete Pferd, von Nicol Hufnagel auf den Namen „Paulchen“ getauft, wird es wohl ein „Happy End“ geben. Die Tierschützerin beabsichtigt, ihn zu behalten, und auch der Noch-Besitzer soll signalisiert haben, „Paulchen“ an sie verkaufen zu wollen. - md -
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