|
Madame Nou erfreut sich bester Gesundheit und verbringt ihren wohlverdienten Ruhestand gemeinsam mit ihrem Lebensabschnittsgefährten Max (40) auf dem Gelände der Berliner Kinderreitschule. 1963 wurde die kleine Shetlandponystute Madame Nou geboren. 1974 rettete Ilse Spreen, Mutter der jetzigen 1. Vorsitzenden des Vereins Glinda Spreen, zwei Shetlandponys das Leben, denn Madame Nou und ihr Ponyfreund waren für den Schlachter bestimmt. Tag für Tag kamen zwei Mädchen auf einer Kutsche mit dem kleinen schicken Ponyhengst und die eher unförmige, sehr kurzbeinige, sehr großköpfige Shetlandrapp-Stute vorbei und baten Ilse Spreen diese mit dem Kauf zu retten. Ilse Spreen beschrieb die Geschichte so: "Es waren ihre sehr großen, sehr ausdrucksvollen Augen, die mich schwach werden ließen. Es schien mir sogar, als hingen Tränen in diesen Augen. Also habe ich sie dann doch gekauft! Seit dem gehört Madame Nou zu uns. Viel wussten wir nicht von ihr, außer dass sie bereits 11 Jahre alt war." Seitdem hat Madame Nou sieben Fohlen geboren und auch viele Enkel. 2003 erblickte Topas – Urenkel von Madame Nou – das Licht der Welt. Die Ponydame ist 18 Jahre im täglichen Schulbetrieb mitgegangen, nahm an Jagden teil und wurde auf Turnieren vorgestellt. Fazit: Auf Madame Nou haben mindestens 1500 Kinder reiten gelernt. Seit 1992 genießt sie im Kreise ihrer 112 tierischen Kollegen ihren wohlverdienten Ruhestand.
|