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26.11.2009
Pferdeäpfel auf dem Weg: Ruf das „Äppel-Telefon“!
Die Bewohner des niedersächsischen Städtchens Aerzen bei Hameln haben ein Problem. Sie ärgern sich über die Hinterlassenschaften von Pferden auf öffentlichen Straßen und Wegen. Der örtliche Reit- und Fahrverein „St. Georg“ Aerzen hat sich nun eine kuriose Lösung einfallen lassen.
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 | Ein Ärgernis: Pferdeäpfel auf der Strasse
Bild: Frank Vincentz/Wikipedia |
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Das Dilemma kennt jeder Reiter, der bei Ausritten durch geschlossene Ortschaften kommt: Das Pferd äppelt auf die Strasse, und eigentlich ist der Reiter gesetzlich verpflichtet, den Haufen zu entfernen. Dies sofort zu erledigen, ist oft schwierig, da man dafür Schaufel und Eimer beim Ritt immer dabei haben müsste. Für viele Reiter scheint es aber wiederum nach dem Ausritt zu umständlich, noch mal an den „Tatort“ zurückzukehren und die Hinterlassenschaft zu entfernen. In Aerzen haben die Beschwerden der Anwohner mittlerweile so stark zugenommen, dass der Aerzener Reit- und Fahrverein „St. Georg“ sich genötigt sah zu handeln. Da die mündlichen und schriftlichen Aufforderungen an die Mitglieder nicht fruchteten, kam die Vereinsspitze um die erste Vorsitzende Angela Cramer auf eine in Deutschland sicherlich einzigartige Idee: Das „Äppel-Telefon“. Unter der Rufnummer 0170 1723918 können ab sofort alle Anlieger anrufen, die sich von Pferdeäpfeln auf der Strasse belästigte fühlen. Mitglieder des Reitvereins kommen dann und entfernen die Hinterlassenschaften der Pferde. Den Verursachern sollen die entstandenen Kosten in Rechnung gestellt werden, so Angela Cramer. Das Geld soll anschließend als Spende in die Jugendarbeit des Vereins fließen. - md -
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