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06.11.2009
Grubenpferde - Kumpel auf vier Beinen
"Grubenpferde - Kumpel auf vier Beinen" lautet der Titel einer Sonderausstellung, die derzeit im Deutschen Pferdemuseum in Verden (Aller) zu sehen ist.
Viele Ausstellungsstücke und Inszenierungen, zum Teil mit lebensgroßen Tierpräparaten, veranschaulichen den Alltag der Grubenpferde, die im Ruhrgebiet mehr als 100 Jahre lang zum Arbeitsalltag im Steinkohlenbergbau gehörten. 1853 wurden auf zwei Essener Zechen erstmals Pferde eingesetzt, um die Arbeit der Schlepper unter Tage zu übernehmen. 1910 erreichte der Pferdeeinsatz im Untertagebetrieb des Ruhrbergbaus mit über 8.000 Tieren seinen Höhepunkt. Heute erregen Grubenpferde, die niemals das Tageslicht sahen, vor allem Mitleid. Doch Mitte des 19. Jahrhunderts gab es keine Diskussionen um ihren Einsatz. Wirtschaftliche und zweckrationale Überlegungen gaben den Ausschlag: Pferde erleichterten den Menschen durch ihre Zugkraft nicht nur die Arbeit, sondern steigerten auch die Produktivität des durch die Industrialisierung aufstrebenden Bergbaus. |